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Projektgruppe „SPNV für alle“ hat beraten (SH-News 2020/92 vom 16.10.2020)

S-Bahn Dresden An einem Strang ziehen für Barrierefreiheit ist notwendig

(LSKS/ahä, jtk) Am 16. Oktober 2020 tagte die Projektgruppe „SPNV für alle“. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Sitzung erst jetzt durchgeführt werden, die natürlich mit Abstand und unter den derzeit geltenden Hygieneregeln im Beratungsraum des Bahnhof Neustadt abgehalten wurde. Neben Vertretern von DB Station & Service (Bahnhofsmanagement Dresden) und der DB Regio AG konnte die Projektkoordinatorin Anne Hähnel und ihre regionale Mitarbeiterin Jana Treffler-Klingner auch Mitarbeiter des Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), Zweckverband Oberlausitz Niederschlesien (ZVON) sowie einige Behindertenvertretungen begrüßen. Die Teilnehmenden zeigten sich enttäuscht, dass kein Vertreter der Privatbahnen und aus dem Landkreis Leipzig anwesend sein konnte, da der Termin bereits seit Längerem feststand.

Bereits beim Bericht der Projektkoordinatorin wurde deutlich, dass der regelmäßige Austausch in der Runde weiterhin nötig ist. Anne Hähnel und ihre Mitarbeiterin berichteten, dass es immer wieder zu Problemen mit der Mobilitätsservicezentrale kommt. So werden beispielsweise gebuchte Fahrgäste ohne Information einfach umgebucht oder der angemeldete Service ist am Tag der Reise nicht vor Ort. Ilka Hunger (ZVON) und Elvira Mirle (Behindertenbeauftragte Landkreis Görlitz) untermauerten dies mit weiteren Beispielen aus der Region Bautzen und Görlitz. Darüber hinaus ist die Bahn-App nicht immer mit tagesaktuellen Informationen ausgestattet. Diese immer wieder kehrenden Themen wurden u.a. bereits im Januar durch das Projektteam direkt mit Ellen Engel-Kuhn, Leiterin der Kontaktstelle für Behindertenangelegenheiten bei der Bahn, besprochen (siehe SH-News 2020/009 vom 31.01.2020 ). Stephan Naue von der DB Regio AG bat das Projektteam darum, ihm konkrete Einzelfälle noch einmal zukommen zu lassen. Eine Anfrage des Projektteams vom September 2020 an Ellen Engel-Kuhn zur Verfahrensweise mit Fahrgästen, wenn ein Aufzug ausfällt, blieb bisher unbeantwortet.

Das Thema Aufzüge kam auch beim Bericht von Matthias Wummel (DB S&S) zu aktuellen Bautätigkeiten zur Sprache. Es wurde u. a. beim Personenbahnhof Horka und Hoyerswerda wieder der Einbau von Aufzügen der Rampenvariante vorgezogen. Das Projektteam sowie Elvira Mirle formulierten an dieser Stelle noch einmal klar, dass die Rampe stets die Vorzugsvariante zum Aufzug sein sollte, wenn es das bauliche Umfeld zulässt. Zudem wurde mit Bedauern festgestellt, dass Betroffenenvertretungen bei Planungen der DB Netz nicht bzw. zu spät mit einbezogen werden.

VVO und ZVON berichteten des Weiteren über aktuelle Themen. So stellte Andreas Liebig (VVO) aktuelle Entwicklungen im Infrastrukturprogramm des VVO vor und ging auch auf das Durchsetzen der 55cm Bahnsteighöhe ein, für die sich der VVO bei anstehenden Bautätigkeiten einsetzt. Bei den Planungen der DB Netz AG zum „Bundesprogramm Braunkohleablösung“ ist der VVO in die Planungen mit involviert und im Zuge der Ertüchtigung der darin festgelegten Strecken (u. a. Dresden-Görlitz, Bischofswerde-Zittau) werden auch die Bahnsteige mit ausgebaut. ZVON und VVO arbeiten auch beim Projekt DELFI+ eng zusammen. Alle Haltestellendaten inkl. Fotos aus den zwei Verbünden wurden so erfasst und sind auf www.halte-info.de einsehbar. Beim ZVON verwies Ilka Hunger u. a. auf die Planung für Uhyst und Klitten, die aktuell beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASUV) eingereicht wurden und für das Jahr 2021 vorgesehen sind.

Alle Teilnehmenden waren interessiert und es fand bei den verschiedenen Themen ein guter Austausch statt. Die nächste Sitzung ist für den April 2021 geplant.


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