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3. Mobilitätstraining der regionalen Projektgruppe Leipzig/Land (SH-NEWS 2019/082 vom 26.09.2019)

Rollifahrer steht vor Treppe - Ausschnitt vom Rolli - nur Beine und Hand vom Rollifahrer zu sehen Mobil mit dem Niederflurbus in Grimma

(LSKS/jt/kv) Am 14.09.2019 führte die Projektgruppe „ÖPNV für alle“ in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) und der Regionalbus Leipzig GmbH (RBL) das 3. Mobilitätstraining in der Region durch. Nachdem das letzte Training in Borna stattfand, wurde auch in Grimma der Wunsch nach einem erneuten Mobilitätstraining laut.

Nach der Begrüßung durch die Organisatorin und regionale Projektmitarbeiterin Jana Treffler-Klingner, erläuterte Frau Schäfer vom MDV den Teilnehmern theoretische Grundlagen zur Nutzung der Niederflurbusse.

Dabei ging sie neben allgemeinen Informationen vor allem auf das neue Senioren-ABO-Aktiv in Grimma ein, mit dem der Stadtverkehr günstiger genutzt werden kann. Außerdem erläuterte sie die Beförderungsbedingungen für Menschen mit Behinderungen (Möglichkeit der Beantragung eines ÖPNV-Beiblatts mit Wertmarke und Mitführung einer Begleitperson). Weitere Themen waren die Nutzung der Busrampe und mögliche Hilfestellungen.

Einige Teilnehmer und Kollegen der RBL nutzten die Gelegenheit, um auf bestehende Probleme hinzuweisen, so z.B. auf die schlechte Erkennbarkeit von geänderten Linienführungen für sehbehinderte Fahrgäste und die damit zusammenhängende zeitnahe erforderliche Aktualisierung von Fahrplänen bzw. automatischen Ansagen. Seitens der RBL wurde dazu berichtet, dass sich das Unternehmen derzeit darum bemüht, die Fahrplanaushänge übersichtlicher und für Menschen mit Sehbehinderung barrierefreier zu gestalten.

Es wurde überdies auf die zu geringe Lautstärke der Ansagen hingewiesen. Diese Problematik kommt insbesondere zum Tragen, wenn im Bus die Lautstärke erhöht ist (u. a. bei laufender Klimaanlage, Schülerverkehr). Obwohl dieses Problem bekannt ist, gestaltet sich die erforderliche Änderung derzeit schwierig, da die Lautstärke voreingestellt wird. Aktuelle diesbezügliche Entwicklungen, werden vom Projekt „ÖPNV für alle“ in absehbarer Zeit erfragt.

Im anschließenden praktischen Teil fuhren die Teilnehmer von der Haltestelle Gabelsberger Str. zum Nicolaiplatz, wo sie das theoretisch Gelernte, umsetzen und festigen konnten. Ein besonderer Augenmerk wurde am Nicolaiplatz auf die Sprach- bzw. Anzeigeautomaten gelegt, wobei festgestellt wurde, dass für blinde oder sehbehinderte Personen keine Servicerufnummer angesagt wird und kleinere Rollstuhlnutzer diese nicht lesen können, weil die Automaten zu hoch hängen. Dies soll beim Neu- oder Umbau der Haltestellen geändert werden.

Außerdem konnten die Rollatornutzer(innen) die richtige Positionierung des Rollators im Bus üben, damit dieser während der Fahrt fest steht.

Im Training wurden auch einmal Dinge demonstriert, die im normalen Verkehr nicht angewendet werden sollten: z. B. das Auslegen der Rampe für Rollatornutzer, damit die Teilnehmer sehen, das dass Betreten der Rampe für diese Nutzergruppe nicht ungefährlich ist.

Nach ca. einer Stunde praktischen Trainings ging es zum Ausgangspunkt zurück. Alle Akteure fanden das Mobilitätstraining wieder sehr gelungen.

Begleitet wurde das Mobilitätstraining auch vom Regionalfernsehen, wo dieser Beitrag entstand:https://youtu.be/01905Putnf0

An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden.

ÖPNV-Mobi-Training Grimma, Gespräch mit Teilnehmern 19/09ÖPNV-Mobilitätstraining Bus in Grimma, Jana Treffler-Klingner (im Rollstuhl) im Gespräch mit den Teilnehmern

Quelle: LSKS/ÖPNV Grimma

 


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