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Treffen des bundesweiten „Fachteams Mobilität“ (SH-NEWS 2019/060 vom 01.08.2019)

Hauptbahnhof Hamburg Blick auf die GleiseÖPNV/SPNV-Projekt beim Fachteam-Treffen in Hamburg mit Test des neuen ICE 4

(LSKS/kv/jt) Am 27.07.2019 fand in Hamburg ein Treffen des Fachteams „Mobilität“ des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) statt.

Als Vertreter des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e. V. (LSKS) nahmen seitens des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ auch die Gesamtprojektkoordinatorin, Kerstin Vietze und die regionale Koordination des Gebietes Nordsachsen/Leipziger Land, Jana Treffler-Klingner teil, die beide dem Fachteam angehören.

Das Fachteam Mobilität dient dazu, dass sich regionale Akteure der Selbsthilfe zum Stand der Umsetzung barrierefreier Lösungen in diesem Bereich widmen. Zu diesem Zweck finden regelmäßige Telefonkonferenzen und darüber hinaus gehende Abstimmungen statt. Thematisiert wird dabei einerseits das Vorgehen auf lokaler/regionaler Ebene, als auch Probleme, deren Lösung auf Bundesebene angegangen müssen und gemeinsam in die Wege geleitet werden.

Mehr zur Arbeit des Fachteams Mobilität entnehmen Sie bitte der Internetpräsenz des Fachteams Mobilität.

Das Treffen in Hamburg wurde zum einen genutzt, um eine Schulung zu folgenden Themen durchzuführen

  • Stand der Barrierefreiheit bei Fernlinienbussen
  • Antidiskriminierungs- und Teilhaberecht am Beispiel der E-Scooter Prozesse
  • Personenbeförderungsgesetz: Blick auf die Zukunft (Barrierefreiheit zum 01.01.2020/2022)

In diesem Zusammenhang stimmte sich das Team u. a. auch zu folgenden aktuellen Punkten ab:

  • Gemeinsames Vorgehen für die nächsten zwei Jahre
  • Zukünftige Erstellung einer Übersicht über die Aufstellung der Nahverkehrspläne gemäß Anforderungen auf Barrierefreiheit
  • Sensibilisierung/Schulung von Betroffenenverbänden in allen deutschen Bundesländern im Hinblick auf Anforderungen der Barrierefreiheit im ÖPNV/SPNV-Bereich
  • Aktualisierung der BSK-Broschüre „ABC Mobilität“ mit Tipps und Ratschlägen zur Mobilität für Menschen mit Behinderung, bei der sich alle Fachteammitglieder nach Möglichkeit mit einbringen sollten
  • Finanzielle Ausstattung der Kommunen im Zusammenhang Haltestellenausbau

Aus aktuellem Anlass informierte Jana Treffler-Klingner zudem über Probleme, die auf der Fahrt von Leipzig nach Hamburg mit dem neuen ICE 4 aufgetreten sind und verdeutlicht an diesem Beispiel, dass auch der Fernverkehr auf der Schiene eine wichtige Rolle in der zukünftigen Arbeit spielen muss.

Die Anmeldung bei der Mobilitätszentrale (MSZ) klappte zwar zunächst gut und wurde auch per SMS bestätigt, jedoch erfolgte aufgrund der Hitzewelle kurzfristig der Einsatz ein anderen ICEs, der über weniger Plätze verfügte. Dies wurde jedoch nur durch Eigeninitiative der Nutzerin über die „Bahn Service-App“ Erfahrung gebracht und hatte zur Folge, dass sie erst mit einem späteren ICE fahren konnte.

Der Einstieg klappte mit dem Hublift der DB sehr gut und im ICE gab es ein großzügiges Abteil für vier Rollstühle mit Begleitern. Die Rollstuhlplätze waren mit der erforderlichen Sprechstelle und Servicetasten, sowie Steckdosen ausgestattet. Auch die Toilette und das Bordrestaurant waren gut erreichbar und entsprachen den Vorschriften.

Allerdings ist anzumerken, dass weder bei der Hin- noch bei der Rückfahrt die zuggebundene Einstiegshilfe genutzt werden konnte, da diese Türfehler hervorruft und nicht zu den Türen passt. Dies wurde auch im Fachteam nochmal erörtert und es wird gefordert, diese künftig nutzbar zu machen, damit sie ihren Zweck erfüllen!

Positiv zu erwähnen ist, dass in Hamburg auch 23.30 Uhr (durch die Nutzung des späteren ICE) noch ein Ausstieg mit dem Hublift und Personal des Bahnhofes möglich war, was in anderen Bahnhöfen ja meist nach 22.00 Uhr ausgeschlossen ist.


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