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Aktuelle Entwicklungen zur deutschlandweiten elektronischen Fahrgastinformation (SH-NEWS 2019/048 vom 20.05.2019)

Rollstuhlfahrer vor Städtebahn ÖPNV-Projekt auf 3. DELFI-Konferenz…

(LSKS/kv) Das Projektteam „ÖPNV/SPNV für alle“ nahm vom 08./09.05.2019 an der 3. DELFI-Konferenz mit dem Titel „Fahrgastinformation – Fertig! Und wieder los?“ in Berlin teil.

In den vergangenen Jahren wirkte der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e. V. (LSKS) und die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen (LAG SH) Projekt wiederholt als Ansprechpartner für den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) rund um die Belange barriererfreier Infrastruktur und Fahrgastinformation.

Vor diesem Hintergrund war der momentane Umsetzungsstand und das Einbringen aktueller Anliegen des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“, die auf Bundesebene angegangen und sich auf Landesebene auswirken, von großem Interesse.

Unter Einbeziehung verschiedenster Stellen als Referenten im Rahmen der Vortragsreihe und zur abschließenden Podiumsdiskussion (so u. a. Mitglieder des Vereins Delfi e. V., das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur-BMVI, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen-VDV, Verkehrsverbünde und Nahverkehrsgesellschaften verschiedener Regionen Deutschlands, die Bundesanstalt für Straßenwesen-BASt, die Deutsche Bahn und Softwarefirmen, die im Bereich Verkehrsauskunft und -Datenmanagement wirken, Google) wurden u. a. so folgende Themen näher beleuchtet:

  • Das Ziel deutschlandweit barrierefreie Reiseketten zu beauskunften und damit eine Verbesserung des Services und Vernetzung für den Fahrgast zu gewährleisten, der öffentliche Verkehr soll damit auch für PKW-Nutzer attraktiver werden.
  • Neue Herausforderungen und Chancen durch die mittlerweile flächendeckende Verbreitung von Smartphones
  • Zusammenarbeit und Kooperation des Delfi e. V. mit verschiedenen o.g. Partnern
  • Realisierung einer einheitlichen Haltestellen-ID mit Haltestellenverzeichnis für Deutschland, das zentral zugänglich ist

Link zum Haltestellenverzeichnis

  • Umsetzungsstand barrierefreier Fahrgastinformation (gemäß Festlegungen des Handbuches „Barrierefreie Reiseketten in der Fahrgastinformation“ – Qualitätsstufe 3: detailliertes Routing mit nutzerspezifischen, erweiterten Informationen zur Barrierefreiheit für körperbehinderte Fahrgäste), eine barrierefreie Ausgabe deutschlandweit durchgängiger barrierefreier Reiseketten soll demnach ab 2022-2023 zur Verfügung stehen.

Link zum Handbuch 7,8 MB

  • Geplantes Anbieten von Echtzeitdaten bezüglich der Funktionalität von Aufzügen, Rolltreppen und Baustellen (gemäß Qualitätsstufe 4) stellt die momentan wichtigste Herausforderung dar, momentaner diesbezüglicher Test von Echtzeitdrehscheiben in der Testregion Berlin, Brandenburg und Sachsen Anhalt.
  • Erforderliche Daten für Sehbehinderte bzw. Blinde wurden bereits erhoben, aber noch nicht aufbereitet bzw. die Benutzeroberflächen zielgruppengerecht gestaltet, dieser Schritt soll folgen.
  • Perspektivische Nutzung von Informationen, die über eine Einbindung von externen Diensten wie Google erreicht werden könnten, um einen Mehrwert für den Fahrgast zu erzielen

Darüber hinaus nutzte die Projektkoordinatorin Kerstin Vietze, die Anwesenheit eines hochkarätigen Teilnehmerkreises zur direkten Ansprache verschiedener Problemkreise, mit folgenden Ergebnissen:

  • Die Wichtigkeit einer verlässlichen Echtzeitinformation zur Funktionalität von Aufzügen wurde gegenüber dem anwesenden Leiter der DB S&S für Reisendeninformation Herrn Peter Schütz betont. Das Projekt wies darauf hin, dass entsprechend zahlreicher Meldungen von Betroffenen, die zur Verfügung stehenden Informationen über die an sich begrüßenswerte App „Bahnhof live“ zum Status der Aufzüge oft nicht aktuell sind. Dieser Thematik wird er sich widmen und dem Projektteam den Umsetzungstand mitteilen. Zur Abschätzung eines zeitlichen Horizonts teilte der RMS / Delfi e. V. mit, dass in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit personeller Ressourcen von einer Umsetzung ab frühestens Ende 2021 ausgegangen werden kann, da noch Nachrüstungen technischer Lösungen erfolgen müssen. Die DB wies auf einen gewünschten Schulterschluss beim Austausch von Echtzeitdaten mit Delfi+ hin.
  • Zu aktuellen Problemen bezüglich einer unzuverlässigen Weiterleitung von Anmeldungen von Hilfeleistungen über die MobiServZentrale (MSZ) konnte keine Aussage getroffen werden, sodass das Projekt weiterhin über die Projektgruppenarbeit den direkten Kontakt zur MSZ sucht.
  • Angeregt wurde die erneute Einbindung der Vertreter mobilitätseingeschränkter Fahrgäste / Selbsthilfe-Verbände, wenn die Nutzeroberfläche zum Test durch Nutzer bereit ist. Dies wurde vom Delfi e. V. und dem VVO wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung. Demnach befindet sich das Delfi-Team und seine Partner auf einem wichtigen Weg, der  - insbesondere im Hinblick auf die rasanten technischen Entwicklungen – weitergedacht und weiterverfolgt werden sollte.

Mehr zu Delfi+ entnehmen Sie bitte dem Delfi-Internetauftritt und bei Gelegenheit gern wieder diesem Internetportal.


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