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Aktivitäten der Projektgruppe ÖPNV/SPNV Landkreis Görlitz (SH-NEWS 2019/037 vom 15.04.2019)

Bus-Haltestelle Bf. Zittau Beratungsergebnisse und Zittauer Mobilitätstraining - Theorie und Praxis

(LSKS/kv) Im Frühling war das Projektteam „ÖPNV/SPNV für alle“ aktiv im Landkreis Görlitz.
Einerseits fand die Beratung der Projektgruppe „ÖPNV/SPNV für alle“ statt und andererseits startete die Projektgruppe eine Reihe von Mobilitätstrainings in der Region – dabei war die erste Station Zittau.

Die turnusmäßige Projektgruppenberatung in Görlitz am 27.03.2019 unter der Leitung der Projektkoordinatorin Kerstin Vietze und des Projektbeauftragten Dr. Peter Münzberg vom Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS) nahmen folgende Projektpartner wahr: der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON), das Amt für Kreisentwicklung/Landratsamt Görlitz, die Verkehrsunternehmen Länderbahn/Trilex und die Görlitzer Verkehrsbetriebe, die Stadt Görlitz, die Behindertenbeauftragte des Landkreises sowie weitere Betroffene und Verbände (Sozialverband VdK, BSK/LSKS-Kontaktstelle Niesky).

Behandelt wurden u.a. folgende Schwerpunktthemen:

  • Aktuelle Entwicklungen im Bahnsteighöhenkonzept
  • Auswertung der Ausfahrt im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche und Mobilitätstraining nach/in Görlitz inkl. Hinweise zur barrierefreien Gestaltung von Niederbussen (SH-NEWS 2018/074 )
  • Geplanter Themennachmittag und Mobilitätstraining in Zittau
  • Angebot des LSKS, in den Verkehrsunternehmen Schulungen zur barrierefreien Beförderung für Fahr- bzw. Servicepersonal zu unterstützen
  • Übernahme der Verkehrsgesellschaft Görlitz (VGG) durch die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) mit dem Schwerpunkt Anschaffung von Niederflur-Stadtbahnwagen und ihre Ausstattung
  • Aktualisierung von Flyern (ZVON Flyer zum barrierefreien Reisen und SPNV-Flyer Region Dresden – Niederschlesien-Oberlausitz Ostsachsen)
  • Reaktion der regionalen Verkehrsunternehmen bei Anfragen von E-Scooter-Nutzern entsprechend dem vorliegenden bundesweiten Erlass über die Beförderung von E-Scootern.
  • Sichergestellte Anmeldung für Fahrten mit Rufbussen auch für mobilitätseingeschränkte Menschen über verschiedene Kanäle (Telefon, Internet)
  • Geplante Befahrung kleinerer Bahnstationen zum Stand der Barrierefreiheit in Ostsachsen
  • Einbringen der Musterhaltestelle der Behindertenbeauftragten des LK Görlitz im Zuge übergeordneter Regelwerke.

Die nächste Projektgruppenberatung im Landkreis wurde für Anfang März 2020 vereinbart.

Am 03.04.2019 folgte ein Themennachmittag in Zittau zu Alltagsfragen rund um Bus und Bahn.

Elf Teilnehmer mit verschiedenen Mobilitätseinschränkungen und fünf weitere Interessenten konnten in diesem Rahmen ihre Kompetenzen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel aufbauen und erweitern.
Dazu hielten Ilka Hunger vom ZVON und Kerstin Vietze vom LSKS Vorträge u.a. rund um die Themen: Fahrscheinerwerb, Tarife, das Lesen eines Fahrplans, barrierefreie Gestaltung von Haltestellen/Bahnstationen, behindertengerechte Fahrzeuggestaltung, Verhalten im Verkehr, Inanspruchnahme von Hilfeleistungen.
Diese wurden durch eine Diskussion und Klärung von Fragen der Teilnehmer abgerundet, bei der auch Dr. Peter Münzberg als Rollstuhlnutzer seine Erfahrungen einfließen ließ und als Ansprechpartner bereit stand.

Ein praktisches Training folgte am 13.04.2019 am Bahnhof Zittau. Dieses Angebot nutzen acht mobilitätseingeschränkte Fahrgäste (davon drei Rollstuhlfahrer, zwei gehbehinderte und drei blinde / sehbehinderte Teilnehmer).
Hinzu kamen interessierte Angehörige und weitere Unterstützer des Trainings aus den Reihen der Projektgruppe „ÖPNV für alle – Stadt und Landkreis Görlitz“, u.a. Kati Stephan, Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V., als neue Referentin und Mobilitätstrainerin.

In Zittau hatten die Teilnehmer Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung von Referenten für die verschiedenen Nutzergruppen, sowohl die Ausstattung des Zittauer (Bus-) Bahnhofes zu erkunden bzw. sich anhand dessen zu orientieren, als auch an Niederflurbussen der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) und am niederflurigen Zug der Länderbahn/Trilex zu trainieren.
Vermittelt wurden so u. a. die folgenden Kompetenzen:

  • Beförderungsbedingungen (geeignete Hilfsmittel, Fahrausweis)
  • Unterscheidung und Vorab-Information zu barrierefreien und nicht barrierefreie Haltestellen und Stationen
  • Einsteigen/Einfahren und Aussteigen/Ausfahren ins bzw. aus dem Fahrzeug
  • Positionierung im Fahrzeug bzw. Nutzen geeigneter Sitzplätze
  • Fahrzeugausstattung
  • Nutzung der Rampen für Rollstuhlnutzer
  • Kontaktaufnahme mit dem Fahrpersonal und Kundenbetreuern.

Abgerundet wurden die Trainingseinheiten durch eine Sonderfahrt mit dem KVG-Bus zu einer nicht barrierefreien Bus-Haltestelle im Zittauer Stadtgebiet und eine begleitete Fahrt mit der Länderbahn im Linienverkehr von Zittau nach Ebersbach (nicht barrierefreier Bahnhof), wo unter erschwerten Bedingungen das Einsteigen bzw. -fahren und das Verlassen des Zuges trainiert wurde. Darüber hinaus fand eine Besichtigung des Haltepunktes und seiner Umgebung statt.

Im Ergebnis der Trainings wurden durch die Teilnehmer sowohl für den Bahnhofsvorplatz/Busbahnhof in Zittau als auch für den Ebersbacher Haltepunkt Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der barrierefreien Gestaltung formuliert, die im Nachgang der Veranstaltung mit den zuständigen Stellen im Rahmen der Projektgruppenarbeit aufgenommen werden sollen.

Zu guter Letzt möchte sich das Projektteam bei allen Unterstützern des Trainings bedanken, insbesondere beim ZVON und bei den Kollegen der kooperierenden Verkehrsunternehmen, der Volkshochschule Dreiländereck, dem Landratsamt Görlitz und den Referentinnen und Referenten der einzelnen Trainingsgruppen.

Wir kommen gern wieder!

Bis dahin noch ein paar Eindrücke des Trainings am 13.04.2019 in der Bildergalerie:


Bildergalerie Mobilitätstraining Zittau

  • Die Projektkoordinatorin Kerstin Vietze begrüßt die Teilnehmer in der Zittauer Bahnhofshalle.

    Die Projektkoordinatorin Kerstin Vietze begrüßt die Teilnehmer in der Zittauer Bahnhofshalle.

    Quelle: LSKS/mbg

  • Die Teilnehmer orientierten sich im und am Bahnhof Zittau - hier: Fahrgäste mit Gehbehinderung und Hilfsmitteln an der Fußgängerampel, die zum Bahnhofsvorplatz führt.
  • Training am Bausbahnhof am Bahnhofsvorplatz mit einem Niederflurbus der KVG
  • Geübt wurde auch die Kipptechnik zur überwindung von Reststufen und -schwellen mit dem Rollator.
  • Begutachtung und Training an einer nicht barrierefreien Haltestelle gemeinsam mit der Busfahrerin, die für alle Fragen ein offenes Ohr hatte.
  • Zum Standtaining im und am Trilex-Zug konnten die Teilnehmer die Zugausstattung in Ruhe begutachten.
  • Eine Gruppe Rollstuhlfahrer testet das Mehrzweckabteil des Trilex aus.
  • Das freundliche Personal der Länderbahn stand den Teilnehmern für Fragen und Anregungen gern bereit.
  • Zum Abschluss gab es eine Sonderfahrt mit der Länderbah Trilex zum Bahnhof Ebersbach - hier: Test des Schienenübergangs.




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