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Aufzug Brühlsche Terasse in Betrieb genommen (SH-NEWS 2018/098 vom 10.12.2018)

Symbolbild Mobilität - Rollifahrer Mühsam erkämpft, nach jahrelangem Hin- und Her nun doch: Barrierefreier Zugang zur Brühlschen Terrasse vom Schlossplatz

(PM; Red/mbg) Heute nahmen der sächsische Finanzminister Dr. Matthias Haß und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert, den Aufzug im Ständehaus an der Brühlschen Terrasse offiziell in Betrieb.

Finanzminister Dr. Matthias Haß: „Die Brühlsche Terrasse gehört zu den Höhepunkten eines Dresden-Besuchs. Mit dem neuen Aufzug wird der „Balkon Europas“ barrierefrei mit der historischen Altstadt verbunden und der einzigartige Blick für alle erlebbar. Ich bin froh, dass wir mit der Stadt Dresden jetzt einen geeigneten Weg gefunden haben, der zügig umgesetzt wurde.“

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Ob Menschen mit Handicap, Senioren oder Familien mit kleinen Kindern: Jeder soll Dresden erkunden und erleben können, wie er möchte. Der neue Aufzug bringt nun wirklich alle auf die Brühlsche Terrasse und uns voran auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt. Außergewöhnliches Engagement und Ausdauer waren nötig, um diesen besonderen Ort im Einklang mit dem Denkmalschutz leicht zugänglich zu erschließen. Das Ergebnis zeigt, dass wir gemeinsam eine gute Lösung gefunden haben.“

Der Aufzug wurde im Ständehaus direkt neben der Freitreppe zur Brühlschen Terrasse installiert und bindet den Schlossplatz barrierefrei an. Der für die Öffentlichkeit von außen zugängliche Fahrstuhl dient zugleich als zusätzlicher barrierefreier Zugang zum Ständehaus, in dem unter anderem das Oberlandesgericht Dresden und das Landesamt für Denkmalpflege untergebracht sind.

Dem Bau ging eine mehrjährige Planungsphase voraus. Dabei wurden verschiedene Standorte und Gestaltungsvarianten untersucht, die den denkmalschutzrechtlichen Anforderungen an diesem besonderen Ort gerecht werden. Im April 2018 war Baubeginn. Die Baukosten betragen etwa 880.000 Euro. Die Landeshauptstadt Dresden beteiligt sich daran mit 500.000 Euro. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Anmerkung:

Wir freuen uns und wünschen dem Aufzug allzeit gute Fahrt.
Wenn sich aber jetzt Freistaat und Landeshauptstadt gegenseitig loben, muss wohl daran erinnert werden, dass wir, u.a. die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. (LAG SH), der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS), die Stadt-AG Hilfe für Behinderte Dresden e.V. und vor allem ihr Mitglied, der Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V., mehr als zehn Jahre um diese Lösung gekämpft haben. Vor einigen Jahren war das u.a. thematischer Schwerpunkt des Mai-Aktionstages.
Nun wollen wir gemeinsam hoffen, dass die Technik lange durchhält, dass bei einem Ausfall keine/r stundenlang eingesperrt bleibt und die regelmäßige Wartung gesichert ist.


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