Veranstaltungskalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31

Übersicht aller Veranstaltungen

.

Gemeinsame Beratung der Vorstände der LAG SH und des LSKS (SH-NEWS 2017/108 vom 13.10.2017)

Symbolbild für die virtuelle Welt im Internet SHNW-Mitarbeiter berichten über Inklusions-Projekte

(Red/mbg) Am 11.10.2017 fand in Dresden die nun schon traditionelle gemeinsame Beratung der Vorstände der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. (LAG SH) und des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS) mit den Mitarbeitern der gemeinsamen Arbeitsstelle SELBSTHILFENETZWERK SACHSEN (SHNW) statt.

Im Mittelpunkt standen die Berichte und der Ausblick zu den gegenwärtig laufenden Projekten und Vorhaben

  • Inklusionsnetzwerk Sachsen (Träger: LAG SH)
  • Beratung zur barrierefreien Wohnraumanpassung (Träger: LAG SH)
  • Arbeit: Handicap kein Hindernis (Träger: LAG SH)
  • SELBSTHILFE AKTIV (Träger: LAG SH)
  • Kompetenz- und Beratungsstelle für barrierefreies Planen und Bauen (Träger: LAG SH mit LSKS)
  • ÖPNV/SPNV für alle (Träger: LSKS)
  • Internetportal www.selbsthilfenetzwerk-sachsen.de (Träger: LSKS).

Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die mit der Projektbearbeitung beauftragten Mitarbeiter mit hoher Sachkunde und großem Engagement tätig sind und zugleich zu den Projekten eine umfangreiche ehrenamtlich mitwirkende Basis geschaffen haben. Alle Projekte und Vorhaben werden weitgehend entsprechend den von den Zuwendungsgebern bestätigten Aufgabenstellungen und Ablaufplänen bearbeitet.

Von den Bearbeitern wurden bez. der von der LAG SH getragenen Projekte jedoch auch eine Reihe von Problemen genannt, die zusätzlichen Arbeitsaufwand verursachen und die Projektziele gefährden können. Sie beziehen sich u.a. auf

  • die zu geringe Unterstützung durch die Mitglieder des Vorstands der LAG SH, ein Engagement allein des Vorsitzenden der LAG SH reicht nicht aus
  • eine nicht hinreichende Information der Mitgliedsverbände zu Inhalt, Zielen und Zusammenhängen der übernommenen Projekte und die zum Teil nicht ausreichende Mitwirkung der Mitglieder an deren Bearbeitung
  • nicht bzw. noch nicht erarbeitete Grundlinien für die Weiterentwicklung der Selbsthilfe im Freistaat Sachsen, auch zu einer aufwandsärmeren Förderstrategie.

Die Vorstände gehen davon aus, dass die Bearbeitung fachlich und regional übergreifender Projekte einerseits einen gangbaren Weg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und zum Aktionsplan der Staatsregierung bildet, andererseits die vom Zuwendungsgeber erwarteten Leistungen ein ehrenamtlich einzubringendes Leistungsvolumen voraussetzen, das auch unter dem Aspekt der tlw. zunehmenden Überalterung der Mitgliedschaft nur schwer zu gewährleisten ist.
Hier sind weitere Klärungen erforderlich, die u.a. den von der LAG SH für den 17.11.2017 im Berufsförderungswerk Dresden (BFW) geplanten Begegnungs- und Fachtag zur Weitentwicklung der Selbsthilfe bestimmen werden.

Als Modell, wie Erwartungen und Forderungen im Sinne der UN-BRK unter Einbeziehung aller damit befassten Betroffenen, ihrer Vereinigungen, der beteiligten Unternehmen, Institutionen und politischen sowie Verwaltungspartner verwirklicht werden können, sollten nach Auffassung beider Vorstände gegenwärtig u.a. die Projekte "ÖPNV/SPNV für alle" (LSKS) und "Inklusionsnetzwerk Sachsen" (LAG SH) herangezogen werden, wobei bei letzterem noch eine deutlich stärkere Mitwirkung der LAG SH-Mitgliedsverbände erreicht werden muss.

Am Nachmittag beriet der Vorstand der LAG SH intern weitere aktuelle Problemkreise und Aufgabenstellungen. Sie betrafen u.a.

  • die Aufgabenverteilung und -zuordnung im Vorstand und die Gewährleistung einer umfangreicheren Information der Mitgliedsverbände einschl. unmittebarer Kontakte zu ihnen
  • die vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) angeregte Mitwirkung der LAG SH an der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung gemäß Bundesteilhabegesetz (BTHG) sowie die Mitwirkung an der landesrechtlichen Umsetzung des BTHG bez. maßgeblicher Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderung
  • Vorbereitung und inhaltliche Ausrichtung des Fachtages zur Selbsthilfe am 17.11.2017 im BFW Dresden.

Letzterer soll u.a. erste Ausgangspunkte liefern, in welchen Strukturen, mit welchen Aufgaben und Förderungen die Selbsthilfe im Freistaat unter dem Aspekt der zunehmenden Digitalisierung wirken muss, um den auch vom Freistaat, den Krankenkassen und weiteren Partnern gewünschten gesundheitpolitischen und sozialen Mitgestaltungseffekt zu gewährleisten.
Der Vorstand geht davon aus, dass er in Ermangelung ihm zugeordneter, nicht an Projekte gebundener Mitarbeiter/innen nur in der Lage ist, wenige ausgewählte, mehrere Behinderten- bzw. Chronisch Kranke-Vereinigungen betreffene Themenkreise unmittelbar selbst zu verfolgen bzw. zu bearbeiten.

Informiert wurde u.a. darüber, dass im Jahr 2018 die Knappschaft der Antragspartner für die Förderanträge der Landesvereinigungen behinderter und chronisch kranker Menschen ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel bewegen sich in der Größenordnung wie 2017. Ggf. besteht für die Landesverbände beim Vorliegen förderfähiger Vorhaben noch für das laufende Jahr die Möglichkeit, aus Rest- bzw. Überhangmitteln zusätzliche Aufgaben zu finanzieren. Für Förderanträge der regionalen Selbsthilfegruppen und -vereinigungen sind die bekannten, regional zuständigen Krankenkassen auch im Folgejahr der Partner.

Nächste Termine:

  • Vorstandsberatung LSKS 04.11.2017 im SHNW in Dresden
  • LAG SH Begegnungs- und Fachtag Selbsthilfe 17.11.2017 BfW Dresden
  • Vorstandsberatung LAG SH 13.12.2017 im SHNW in Dresden.



.