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Teilhabekonferenz des PARITÄTISCHEN Sachsen und der Lebenshilfe Sachsen (SH-NEWS 2017/076 vom 15.06.2017)

Symbolbild zum Thema Gesellschaft - Mosaik aus vielen Einzelporträts Teilhabe umfassend sichern

(LAGSH/mlr; Red) Für den 13.06.2017 hatten der Paritätische Wohlfahrsverband Sachsen e.V.  (PARITÄTISCHER Sachsen) und der Landesverband Lebenshilfe Sachsen e.V.  zu einer Teilhabekonferenz in das Berufsförderungswerk Sachsen (BfW) Dresden  eingeladen.
Teilnehmer waren Vertreter der Lebenshilfe-Strukturenen in Sachsen, Mitgliedsverbände des PARISAX sowie weitere am Thema "Teilhabeprozess" interessierte Vereinigungen, Institutionen und Personen.

Als Referenten für die Vorträge am Vormittag waren gewonnen worden:

  • Frau Julia Schulz vom PARITÄTISCHEN Sachsen zum "Pflegestärkungsgesetz III"
  • Frau Claudia Scheytt vom DPWV-Gesamtverband zum "Bundesteilhabegesetz"
  • Herr Ulrich Niehoff vom Bundesverband Lebenshilfe zum Thema "Teilhabeberatung sozialräumlich gedacht".

In den Vorträgen konnten die Zusammenhänge der einzelnen Themen anschaulich und nachvollziehbar dargestellt werden. Zugleich wurde eine Übersicht zu den aktuellen Arbeitsständen in der Anwendung bzw. Umsetzung gegeben.
Frau Schulz ging in ihren Ausführungen insbesonders auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und auf den inhaltlichen Übergang von der bisherigen Zuordnung im SGB XI in die neuen Paragraphen des SGB XII ein.
Frau Scheytt machte mit ihrem Referat deutlich, wie das Bundesteilhabegesetz (BTHG) das SGB IX verändert, insbesondere im Artikel 1 Teil 1 (Regelungen für Menschen mit Behinderungen) und Teil 2 (Leistungen für Menschen mit Behinderungen - bisher geregelt im SBG XII / Sozialhilfe).
Abschließend ging sie noch einmal auf den Zeitplan und die konzipierte abschnittsweise Umsetzung des BTHG ein.

Herr Niehoff brachte den Teilnehmern in seinen Ausführungen die Praxis der Teilhabe-Gestaltung im Rheinland am Beispiel der KOKOBE-Stellen (Kontakt-Koordinierung-Beratung) näher.
Ziel seiner Anregungen und Erfahrungsberichte war u.a. eine Prüfung der Verwertbarkeit der speziell in Köln gewonnen Erfahrungen für eine unabhängige Teilhabeberatung in Sachsen.
Die anschließende Diskussion zu den Vorträgen verdeutlichte die Stärken und Schwächen der Gesetzeswerke und die Probleme bei der praktischen Umsetzung.

Der Nachmittag war gefüllt mit Seminararbeit in Arbeitsgruppen zu den Themen

  • Pflege und Teilhabe
  • Unabhängige Teilhabeberatung
  • ICF basierte Hilfebedarfsermittlung,

jeweils angeleitet/moderiert durch die Referenten des Vormittages und weitere Verantwortliche des PARITÄTISCHEN und der Lebenshilfe für die Gestaltung des Teilhabeprozesses.

Anschließend präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und Anregungen zu den jeweiligen Gruppenthemen. So konnten sich alle Teilnehmer einen guten Überblick zum Gesamtinhalt der Veranstaltung verschaffen.

Michael Richter, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN Sachsen, fasste in seinem Schlusswort die Ergebnisse der Veranstaltung noch einmal zusammen und betonte, dass der Tag einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des BTHG in Sachsen und des Zusammenwirkens mit weiteren Regelungen im Sozialbereich darstellt.
Unter diesem Aspekt soll es in der Folge weitere Teilhabekonferenzen geben.  

 Teilhabekonferenz im BFW Dresden, Blick in den Veranstaltungsraum 17-06

Teilhabekonferenz des PARITÄTISCHEN und der Lebenshilfe im BFW Dresden
Blick in den Veranstaltungsraum

Quelle: LAG SH/mlr




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